FAMILIENTHERAPIE IN DER »IP«
IKOS-INSTITUT

Information Kommunikation Organisation Strategie

Institut für Paar- und Familientherapie
Individuelle unabhängige Therapie.

  • Paartherapie und – beratung
  • Sexualtherapie und – beratung
  • Familientherapie und – beratung
  • Mediation
  • Coaching und  Systemische Beratung

Politisch unabhängig

BeraterInnen und TherapeutInnen

  • Prof. Burrer & Kollegen Freiburg, Villingen Schwenningen Tuttlingen,  Karlsruhe, Pforzheim, Zürich, München  
  • Klinik Privatinum
  • Niedergelassene Ärzte, Psychologen und Systemiker

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Wir freuen uns auf Ihren Anruf!

IKOS Institut
Am Waldrain 4
D-78073 Bad Dürrheim
Fon +49(0) 7726 /939-5942
Fax: /939-3852
info@gipgmbh.de

ÜBER UNS

Das IKOS-Institut der GIPMED wurde bereits 2012 als GIP Institut für Paar- und Familientherapie mit der späteren Dependance AMO eröffnet und war eine der ersten mediativ und familientherapeutisch ausgerichteten Beratungsstellen in der Region Südwesten.

Träger des Instituts ist die Gesellschaft für Interdisziplinäre. Psychologie mbH, ein konfessionell und politisch unabhängige private Institution und die Arbeitsgemeinschaft »Penta-Akademie«, die beide neben Beratung auch Fortbildung betreiben. Finanziell wird unsere Beratungstätigkeit nicht gefördert.

Kontakt:
GIPmed
Sommerhalde 26
D-78073 Bad Dürrheim
Fon +49(0)7726/ 939-5942
Fax: /939-3852
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Arbeitsweise

Die Theorie unserer Einrichtung basiert auf psychoanalytischen- , systemischen und ressourcenorientierten Erkenntnissen. Unser Vorgehen in der Beratung ist wesentlich durch eine systemische Sicht geprägt, die interaktive Konflikte bei den Beteiligten berücksichtigt.

Dies bedeutet in erster Linie, dass es nicht darum geht, zu analysieren, wer für bestehende Schwierigkeiten verantwortlich ist, sondern zu erfassen, welche Interaktionen innerhalb des Systems (z. B. des Paares oder der Familie) einen Konflikt begünstigen bzw. aufrecht erhalten.
Hierbei versuchen wir die Sichtweise jedes Beteiligten gleichermaßen zu beachten, zu würdigen und nachzuvollziehen.

Wir helfen Ihnen, eine andere Sicht einzunehmen und neue Strategien in schwierigen Situationen vorzunehmen. Wir unterstützen Sie, sich auf ein neues Erleben und auf neuen Wege einzulassen. Probleme sehen wir als eine Chance zur gemeinsamen Reifung.

Beratungsablauf

Sie melden sich für ein Erstgespräch bei uns an. Dies können Sie telefonisch oder per Mail tun. Im Gespräch lernen Sie Ihren Berater kennen und vereinbaren mit ihm die weiteren Modalitäten (in welchen Abständen Sie sich z. B. treffen). 

Sie verpflichten sich nicht für eine bestimmte Zahl an  Sitzungen, sondern können die Treffen beenden, wenn Sie dies wollen. Natürlich ist auch ein Wechsel der Mediatoren möglich, wenn es Probleme geben sollte.

Die Gespräche unterliegen der ärztlichen Schweigepflicht. 

Besondere Beratungsangebote

Termine können bei uns auch abends vereinbart werden. Bei Bedarf arbeiten wir mit Konsiliarärzten, -psychologen oder -systemikern zusammen.

Paarberatung und Paartherapie

Die Gründe für den Besuch einer Paarberatung sind sehr vielfältig. Konflikte entstehen häufig aufgrund unterschiedlicher Ziele, Prioritäten und Entwicklungswünsche der Partner. Themen sind hierbei häufig das Spannungsfeld Privatleben-Beruf (Wer steht zurück? Wer macht Karriere?) oder ein unterschiedlich ausgeprägter Kinderwunsch – natürlich kann auch das Ausbleiben einer von beiden Partnern erwünschten Schwangerschaft zu ernsthaften Problemen in der Paarbeziehung führen. Oft suchen Paare den Therapeuten auf, wenn es zu größeren Veränderungen in der Beziehung kommt und eine Anpassung an diese einem oder beiden Partnern schwer fällt. Beispiele für solche Veränderungen sind die Geburt eines Kindes, die Wiederaufnahme der Berufstätigkeit nach längerer Pause, der Auszug der Kinder etc.. Auch eine aktuelle oder vergangene Beziehung mit einem Dritten kann das Paar andauernd belasten und die eigenen Bewältigungsressourcen überfordern. Paare, die sich nicht sicher sind, ob sie ihr Leben weiterhin gemeinsam gestalten möchten oder ob eine Trennung nicht die bessere Alternative wäre, werden von uns ebenfalls beraten.

Weitere mögliche Themen und Konstellationen:

  • Gewalt in der Beziehung
  • Psychische Erkrankung eines Partners
  • Interkulturelle Paarbeziehung

Einleitung

» Was du liebst, laß es frei, kommt es zurück, gehört es dir für immer « (Konfuzius)

  • Unsere Paartherapie, Paarberatung und Eheberatung sind  ein systemisches Verfahren. 
  • Ihre Ziele sind die  Aufarbeitung und Überwindung partnerschaftlicher Konflikte
  • Die Paartherapie dient in einem psychoanalytische Kontext auch der Bearbeitung längerfristiger Probleme in einer Paarbeziehung.
  • Die Paartherapie und die Sexualtherapie stützen sich beide auf die gleichen Behandlungstheorien. 
  • Methodisch ist die Paartherapie tiefergehend und längerfristig angelegt,  als die Paarberatung. 

Als Paar leben Sie in einem sozialen Umfeld. Ihre Erfahrungen und  Ihre persönlichkeitsbedingte Haltung wirken da hinein. Sie spiegeln sich in den Hoffnungen,  Wünschen,  Zielen,  aber auch in Befürchtungen, schwierigen Persönlickeitsmustern,  „Tabuthemen“ oder der Sexualität. Manchmal können daraus Problem entstehen, die Sie bisher nicht bewältigen konnten. Das Miteinander wird schwieriger. Sie spüren vielleicht, dass Sie sich gegenseitig nicht mehr wie früher  vertrauen können. Dieser Prozess kann in eine Krise führen, die das Gefühl der Distanz steigert und den Sinn des Lebens in Frage stellt.

Angestrebt wird, dass bei Beziehungskrisen möglichst beide Partner einbezogen werden. Allerdings kann auch die  Therapie mit einem Partner Arbeit am  Beziehungsprozess  sein.

Voraussetzung für eine erfolgreiche Beratung oder bei medizinischer Indikation für eine Therapie ist  die Akzeptanz von Client und  Berater  (Fachärzte / Fachpsychologen für Psychotherapie oder Sytemische Therapie – Beratung).  

Auch eine Bereitschaft des Clienten sollte da sein, dass seine schwierige Beziehung nicht nur in der Verantwortung eines Partners  liegt.  

Wichtig ist für Sie ist  zu wissen, dass wir als  Berater und  als Psychotherapeuten weder parteiisch noch unbeteiligt, sondern empathisch und neutral  sind.

Wirksamkeit

» Ich muss mich verstehen, damit ich dich verstehe « (Erich W. Burrer 2015)

Was kann eine Paarberatung oder Paartherapie bewirken?  (siehe auch  „Sexualtherapie“)

  • Eigene Wünsche und Persönlichkeit besser erfassen, 
  • den gemeinsamen und getrennten Lebensraum  bestimmen, 
  • den anderen kommunikativ „verstehen, damit man ihn seelisch versteht“.
  • verstehen, wo Sie alleine stehen und wo Sie gemeinsam stehen,
  • verstehen, was ihre Lebensgeschichte  ist,
  • kommunikativ lernen transparenter und empathischer miteinander umzugehen, 
  • sich selbst entdecken,
  • das »Du« entdecken,
  • das »Wir« entdecken,
  • gegenseitige und gegensätzlichen Ressourcen  nutzen,
  • Perspektiven entdecken.
  • siehe auch Sexualtherapie

Vorgehen

 Therapie  und Beratung ist bei uns  ist Kompetenzvermittlung. 

  • So werden z.B. folgende Fragen zusammen mit Paaren erörtert: „Wie kann ein Problem gelöst werden? Wie kann bessere Kommunikation möglich werden? Welches Lösungskonzept passt zu wem? Welche Ressourcen passen zu wem?  Welche Lebensphilosophie passt zu wem? 
  • Die Förderung und Stärkung der Autonomie unserer Rat suchenden Paare ist dabei zentrales Ziel.
  • Wesentliches Ziel unserer Beratung ist es, Sie in die Lage zu versetzen, Ihre Probleme ohne Wertung zu erkennen. In der Beratung gelingt es Ihnen und Ihrer/m Partner/in, sich besser zu zeigen und dadurch Kommunikation  zu ermöglichen, unabhängig von dem Maß Ihrer  Beziehung. 
  • Wir versuchen, eine Atmosphäre zu schaffen, in dem jeder Beteiligte  seine Wünsche und Sorgen mitteilen kann. 
  • Dies ist die Basis für den  Kommunikationsprozess und der Beginn für das Erkennen der Beziehungsdynamik. 
  • Gelingt dies, so entwickelt sich Interesse füreinander. Dadurch ist die Bereitschaft zu einer spannenden Beziehung gegeben und die Chance, den anderen  zu belassen.. 
  • Es wird dadurch Toleranz und trotzdem viel Nähe geschaffen.
  • Diese Entwicklung lässt eine neue Basis für eine Beziehung entstehen.

Theorie

Unsere Paartherapie und -beratung ist an Konzepten der systemischen und psychoanalytischen Therapie orientiert. Es geht somit sowohl um den geschichtlichen Rahmen, in dem Partner gelebt haben, als auch um die Beziehung, die das Paar miteinander als eigenes System gebildet hat.

Für Fälle, in denen Dispositionen der Partner vordergründig wie Schlüssel und Schloss zusammenpassen, hat Jörg Willi den Begriff Kollusion geprägt. In diesen Fällen haben (nach Willi) Partner bestimmte zentrale Konflikte aus früheren seelischen Entwicklungsphasen in ihrer Persönlichkeit falsch verarbeitet und leben scheinbare „Lösungen“ derselben (z. B. Nachgiebigkeit statt Auseinandersetzung) beim Partner aus.

In der Tradition der humanistischen Psychologie steht dabei auch eine von Michael Cöllen entwickeltes Verfahren der „Paarsynthese“.
Die therapeutische Arbeit konzentriert sich dabei

  • auf die Verdeutlichung und Bearbeitung paardynamisch wirkender Störungen,
  • die Förderung des Austausches auf den Dialogebenen Körper, Gefühl, Sprache, Seele und Zeit sowie auf ein Verständnis von Empathie als Sinn– und Lebensorientierung.

Bei der Paartherapie steht immer die Frage im Mittelpunkt, durch welche (zirkulären) Prozesse Konflikte des Paares aufrechterhalten werden. Hierbei wird zwischen der Ebene des Verhaltens, der Beziehungsmuster (Interaktionsmuster) und der Realität (Wirklichkeitskonstruktion) unterschieden [Retzer, Arnold].

Zentrale Inhalte der Paartherapie sind unter anderem folgende:

  1. regelkreisorientiertes Verhalten  (actio = reactio)
  2. Ermöglichung anderer Sichtweisen  („wer auf dem Mond war, sieht die Welt anders“)
  3. Lösungs- und Ressourcenorientierung („alles im Leben ist Kooperation“)
  4. positive Deutung der Verhaltensweisen von Paaren. [Schlippe von, Brist]° („nichts ist falsch, nur vieles anders“)

Mit kommunikationspsychologischen Ansätzen in der Paartherapie versuchen wir, gestörte Interaktionsformen  der Partner zu verbessern und so ein besseres emotionales Verständnis der Paare füreinander zu entwickeln:

Typisches Verhalten der Paare im Konflikt [ John Gottmann ]: 

  1. Kritik am Partner  (statt Ichbotschaft) 
  2. Verachtung oder Geringschätzung des Partners (statt verstehen)
  3. Verteidigung (statt Authentizität)
  4. „Mauern“  (statt zuhören)
  5. Macht [ Bas Kast ] (statt Gleicheit)

Kosten

Diese lehnen sich an die GOÄ (Gebührenordnung für Ärzte) Faktor 2,3 an

Gruppenangebote

Männer unter sich
Ein Angebot zum Erfahrungsaustausch und zur Reflexion
meine Rolle als Mann, meine Selbstwahrnehmung und Selbstakzeptanz
meine Partnerschaft/Familie, meine Vaterschaft, meine Sexualität
meine Stärken, meine Gefühle
Kosten: 300,- €. Termine nach Anmeldung: Seminarzeiten: Dienstags 18:30 – 20:00
Veranstaltungsort: Hammerbühlstraße 5, Bad Dürrheim c/o Klinik Limberger und c/o Kurstift Am Salinensee 4, Bad Dürrheim

Wir bitten um eine Anmeldung unter 07726 939-5942 oder info@privatinum.de.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Empfohlene Literatur

  • Barsfeld, Dariush: Die Regeln der Partnerschaft. Norderstedt 2012.
  • Cöllen,  M.: Liebe deinen Partner wie dich selbst – Wege für Paare aus narzisstischen Krisen. Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2005, ISBN 3-579-06509-2.
  • Gottman, John M.: The Marriage Clinic: A Scientifically Based Marital Therapy. New York/ London 1999.
  • Kast, Bas: Die Liebe: und wie sich Leidenschaft erklärt 2016
  • Klein, M.: Free Couples Counseling. Canadian Association of Couples Counseling, 11. Oktober 2011.
  • Massin, A., G. Reich, Eckhard Sperling: Die Mehrgenerationen-Familientherapie. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1992, ISBN 3-525-45740-5.
  • Retzer, Arnold: Systemische Paartherapie. Klett-Cotta, Stuttgart 2004, ISBN 3-608-94365-X.
  • Sciencegarden, 1. September 2004: Liebe kann man lernen und Die apokalyptischen Reiter
  • Schlippe, Brist von / J. Schweitzer: Lehrbuch der systemischen Therapie und Beratung. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1996, ISBN 3-525-45659-X.
  • Sprenkel,  D. H.(Hrsg.): Effectiveness research in marriage and family therapy. American Association for Marriage and Family Therapy, 2002, S. 163–190
  • Willi, J.: Die Zweierbeziehung. Spannungsursachen, Störungsmuster, Klärungsprozesse, Lösungsmodelle. Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 1999, ISBN 3-499-60509-0.
  • Wolf T. J.: Group psychotherapy for bisexual men and their wives. In: J Homosex. 14 (1–2) 1987, S. 191–199 

Sexualberatung und Sexualtherapie

» Das Selbst gehört Dir, das Wir gehört uns « [Erich W. Burrer 2007]

Sexuelle Probleme können für eine Paarbeziehung sehr belastend sein. In der Beratung wird versucht, dem Paar dabei zu helfen, Sexualität in einer für beide adäquaten Weise ausleben zu können.

Themen, um die es hierbei unter anderem geht, sind

  • Lustlosigkeit/ sexuelle Inappetenz eines Partners
  • Überfordernde Wünsche eines Partners
  • Leistungs- und Versagensängste.
  • Auch die Folgen medizinisch verursachter sexueller Probleme (z.B. Potenzprobleme infolge von Medikamenteneinnahme) können Thema in einer psychologischen Sexualberatung sein.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob eine Sexualtherapie das Richtige für Sie ist, melden Sie sich für ein unverbindliches Erstgespräch an.

Gerne wählen Sie  bereits vor dem Gespräch, ob Sie von einem weiblichen oder männlichen Therapeuten beraten werden möchten. Im Gespräch können dann Ihre Erwartungen geklärt und gemeinsam entschieden werden, welche Therapie-/ Beratungsform am ehesten für Sie in Frage kommt.

Wirksamkeit

Wie wirkt eine Systemische Sexualtherapie, die beziehungsdynamisch vorgeht?

Sie wirkt, weil zunächst der einzelne Mensch  im Mittelpunkt steht.

  • Wir sprechen über Konflikte, Wünsche und Bedürfnisse.
  • Wir klären, worum es den Beteiligten geht.
  • Wir  definieren Möglichkeiten und Ziele einer Beziehung
  • Wir bieten kompetente Begleitung an, besonders neue Sichtweisen, Lösungs- und Veränderungsansätze. 
  • Von Wichtigkeit in unserer Beratung  ist Offenheit unseren Klienten gegenüber, da sie das Beste in diesen hervorbringt:Selbst der zu sein, der Sie sind.
  • Dabei hilft Kreativität,  Motivation, Freude und ein gewisser Humor.
  • siehe auch Paartherapie

Unsere Wunsch ist, den Begriff  Beziehung so zu vermitteln, dass das „Selbst“ nicht auf der Strecke bleibt. 

  • Denn wer sich selbst aufgibt, kann nicht mehr unbekümmert auf den anderen zugehen. 
  • Auch  die Liebe ist ja ein Kind der Freiheit, wie es Michael Lukas  Möller° in seinem gleichnamigen Buch° darlegt. 
  • „Beziehung, Lieben oder Begehren“ braucht deshalb Spontanität und Differenzierung des Ichs.  
  • Aus „Ich liebe Dich, weil ich Dich brauche“  wird „Ich brauche Dich, weil ich Dich liebe“. [Erich Fromm°]

Vorgehen

Von 36 Medizinfakultäten in der Bundesrepublik Deutschland ist lediglich an vier Universitätskliniken (Berlin, Kiel, Frankfurt, Hamburg) die Sexualmedizin als eigenständiges Fach mit einschlägiger Forschung und Lehrangeboten vertreten. 

Zur Behebung eines gravierenden und dem Bedarf in der Patientenversorgung zuwiderlaufenden Mangels in der Weiterbildung wurden deshalb von diesen berufsbegleitende Kurse universitär seit 1997 angeboten. An ihnen  hatten auch KollegInnen der GIP regelmäßig  teilgenommen.

Um der Bedeutung des Fachs gerecht zu werden, wurden bei uns die in der Medizin , Psychotherapie und Soziologie integrierten Methoden der Sexualtherapie verankert:

  1. Sexualtherapie / Sexualmedizin und Beratung
  2. Paartherapie (siehe dort)
  3. Psychotherapie,  Verhaltenstherapie (siehe  praxis-burrer.de**)
  4. Allgemeinärztliche, Neurologische – und Psychosomatische Beratung/ Behandlung**
  5. Konsiliarmedizin [Gynäkologie, Urologie, Innere –,  Allgemeinmedizin] 

Theorie (siehe auch Paartherapie)

Die Paar- und Sexualtherapie wurde lange Zeit getrennt verstanden.  Paartherapeutische Ansätze trennen wir im IkosInstitut nicht mehr von der Sexualtherapie. Man geht heute  davon aus, dass die Sexualität nicht isoliert betrachtet werden kann, da Paarkonflikte und –probleme häufig auch einen sexuellen Hintergrund haben. 

Entsprechend der These Paul Watzlawicks° „man kann nicht nicht kommunizieren“,  wird hier der Vorstellung widersprochen, man könne über die reine Veränderung von Kommunikation und  Verhalten die Beziehung oder gar die Sexualität verändern. 

Auch eine nicht vorhandene Sexualität beinhaltet eben eine Information der beiden Partner in einer Beziehung und hat  eine bestimmten und wichtigen Bedeutung. [U.Clement, 2014°] 

Diese kommunikativen Botschaften können als Grundlage eines Paar- und eines  sexualtherapeutischen Prozesses verstanden werden.

Analoges Merkmal dieser Ansätze ist, dass auf  Unterschiedlichkeiten der Partner, auf unausgesprochene Dinge oder auf tabuisierte Themen des Paares geachtet*.  Dies steht im Gegensatz zu bindungsorientierten Themen wie gemeinsamen Interessen, Wünschen und Idealen. 

*Differenzierungsorientiertes Vorgehen: Zu diesen Ansätzen zählen die beziehungsdynamische Paartherapie, ebenso die systemische Sexualtherapie.

Kosten
Diese lehnen sich an die GOÄ (Gebührenordnung für Ärzte) Faktor 2,3 an

Empfohlene Literatur 


(siehe auch Paar- und Familientherapie)

  • Clement, Ulrich: Systemische Sexualtherapie. Klett Cotta, Stuttgart 2004.
  • Couples Therapy, The Harvard Mental Health Letter. Gale Group Inc. 2007.
  • Chapman und Compton: From Traditional Behavioral Couple Therapy to Integrative Behavioral Couple Therapy. In: New Research Directions The Behavior Analyst Today. 4 (1), 2003, S. 17
  • Coordes, Robert: Das Ende der sexuellen Enthaltsamkeit. auf: Zeitgeist-Online. Zugriff am 4. Mai 2014
  • Chambless, D. L. / T. H. Ollendick: Empirically supported psychological interventions: Controversions and evidence. In: Annual Review of Psychology. 66(3), 2001, S. 53–88.
  • °Fromm, Erich: Die Kunst des Liebens. (1956) 60. Auflage, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-548-36784-4.
  • Halford, K. / H. Markman, G. Kline, S. M. Stanley: Best practice in couples relationship education. In: Journal of Marital & Family Therapy. 29(3), 2003, S. 385–406.
  • °Moeller, Michael Lukas, Die Liebe ist das Kind der Freiheit, 2010
  • °Watzlawick Paul, Janet H. Beavin, Don D. Jackson: Menschliche Kommunikation – Formen, Störungen, Paradoxien. Huber, Bern 1969 (12. unveränd. Aufl. 2011), ISBN 3456834578.

Familienberatung und Familientherapie

Oft findet Familienberatung und -therapie in Zeiten statt, in denen Familien mit großen Veränderungen konfrontiert sind.

Dies kann die Trennung oder Scheidung der Eltern sein, die zu vielfältigen Veränderungen für alle Familienmitglieder führt, oder auch der Auszug der Kinder, der ein verändertes Familienleben nach sich zieht. Konflikte können auch entstehen, wenn Kinder psychische Probleme oder Störungen entwickeln, z.B. Essstörungen wie Magersucht, und die Kommunikation in der Familie zunehmend auf diese Problemthemen zentriert ist. Auch die, z.B. beruflich bedingte, häufige Abwesenheit eines Elternteils kann zu Konflikten in der Familie führen, die das Bewältigungspotential der Familie übersteigen.

Prinzipiell ist Familienberatung und -therapie in jeder Konstellation durchführbar. Von der Großfamilie bis zum alleinerziehenden Elternteil mit Kind ist alles in den Sitzungen möglich. Zumeist finden die Sitzungen in der gleichen Form statt (z. B. beide Elternteile mit Kindern). Es kann jedoch auch sinnvoll sein, einzelne Sitzungen mit nur einigen Familienmitgliedern (z.B. nur mit den Eltern) durchzuführen. Ihr Therapeut bespricht mit Ihnen, welches Vorgehen er für sinnvoll hält und stimmt dieses mit Ihnen ab.

Oft bekommen Sie von uns „Hausaufgaben“ mit auf den Weg: Anders als in der Schule geht es jedoch nicht um komplexe Ausarbeitungen, die benotet werden, sondern zumeist um Beobachtungs- und Veränderungsexperimente. So werden Sie z. B. gebeten, auf ganz bestimmte Dinge zu achten oder gezielt Verhaltensweisen zu ändern oder zu ignorieren. Die Ergebnisse dieser „Hausaufgaben“ werden dann in den kommenden Sitzungen besprochen.

Medizinische Familientherapie

Die chronische oder schwere Erkrankung eines Familienmitglieds fordert vielfältige Anpassungs- und Regulationsprozesse von den übrigen Familienmitgliedern: Neben der Sorge um und der Organisation der Betreuung des erkrankten Partners oder Kindes muss ein Weg gefunden werden, mit der eigenen Trauer und der Trauer anderer Familienmitglieder zu Recht zu kommen.

Auch für Gefühle wie Ärger, Frustration oder Enttäuschung müssen Räume geschaffen werden, in denen ein Austausch möglich ist und unter angemessenen Bedingungen stattfinden kann. Inhalt der Beratung und Therapie ist zudem die Vermittlung von Bewältigungsstrategien und die Nutzbarmachung familiärer Ressourcen für ein harmonisches Familienleben auch unter belasteten Bedingungen.

Wirksamkeit

» Ohne »Du« bin ich einsam, ohne »Ich« bin ich verloren « [Erich W. Burrer 2008]

Was kann eine Familientherapie  bewirken? 

  • Dem anderen zuhören können, um ihn zu verstehen, 
  • eigene Wünsche besser erfassen, 
  • den gemeinsamen und getrennten Lebensraum  bestimmen, 
  • verstehen, wo Sie stehen, wo Sie in der Familie stehen,  wo sie als Familie stehen, 
  • verstehen, wo Sie alle entwicklungspsychologisch herkommen,
  • kommunikativ lernen, transparenter und empathischer miteinander umzugehen, 
  • sich selbst entdecken,
  • das »Du« entdecken,
  • das »Wir« entdecken
  • eigene  und gemeinsame Ressourcen  nutzen
  • Perspektiven entdecken

Vorgehen

  • Familientherapie und Beratung ist bei uns nicht nur Wissensvermittlung sondern in erster Linie Vermittlung von Kommunikationsfähigkeit. 
  • So werden z.B. folgende Fragen erörtert:  Wie kann ein Problem gelöst werden?   Wie kann bessere Kommunikation möglich werden?  Welches Lösungskonzept passt zu wem?  Welche Ressourcen passen zu wem?  Welche Lebensphilosophie passt zu wem? 
  • Förderung und Stärkung der Autonomie  der Familienmitglieder ist dabei zentrales Ziel. 
  • Ziel unserer Beratung ist auch, Sie in die Lage zu versetzen,  Ihre Probleme ohne Gewissenskonflikte zu erkennen. 
  • In den Gespräche gelingt es Ihnen und Ihren Familienangehörigen wieder,  sich besser wahrzunehmen. Dadurch gelingt Kommunikation, unabhängig von dem Maß Ihrer Beziehung. 
  • Wir versuchen zunächst, eine Atmosphäre zu schaffen, in dem jeder von Ihnen seine Wünsche und Sorgen mitteilen kann. Dies ist die Basis für Ihren Kommunikationsprozess und der Beginn für das Erkennen der Familiendynamik. 
  • Gelingt dies, so gelingt auch mehr Empathie füreinander, mehr Bereitschaft zum Miteinander und mehr Möglichkeit, den anderen zu belassen. 
  • Im besten Fall wir dadurch Elastizität, Toleranz, Transparenz und Nähe geschaffen.
  • Diese Entwicklung kann eine neue Basis für ein Leben miteinander entstehen lassen.

Theorie

Angewandte Methoden sind Kommunikationsanalyse, Kommunikationstraining,  Mediation, Rollenspiele. 

Unsere Systemische Familientherapie gründet auf systemischen und psychoanalytischen  Ansätzen [Helm Stierlin]

  • Bei  uns werden die Familie und die Paare deshalb immer als ein Ganzes verstanden werden, in dem die Wechselwirkungen zwischen den Bezugspersonen von großer Bedeutung sind.
  • Dabei genutzt werden die Konzepte von Deeskalation und Konfliktmanagement.
  • In der Familientherapie  steht das Erleben im „Hier und Jetzt“ im Vordergrund. 
  • Dabei helfen  die Familienrekonstruktion, die Arbeit mit Symbolen und die Familienskulpturen. Besonders die Idee der Zirkularität und der Selbstregulation sind bedeutsam. [Paul  Watzlawick und John Weakland].
  • Störungen der Kommunikation werden therapeutisch unterbrochen und aktiv alternative Handlungsstrategien erprobt. [Gregory Bateson, Palo Alto Gruppe]
  • Die Bedeutung der Sprache bei einer subjektiv erlebten Wirklichkeit wird betrachtet [H.v. Foerster, H. v. Glaserfeld°, Harry Goolishian°], die als Konstrukt neu formuliert wird.
  • Davon ausgehend, dass soziale Störungen durch familiäre Beziehungsstrukturen, auch zurückreichend in frühere Generationen, bedingt sind, werden die Interaktionen zwischen familiären Mitgliedern und die unbewussten Abwehrstrukturen der einzelnen betrachtet. 
  • Die systemische Familientherapie wird bei uns auch in außerfamiliären Bereichen, wie der Gruppentherapie, Teamentwicklung und Organisationsberatung angewendet. Viele der im Rahmen der systemischen Therapie entwickelten Methoden werden auch für ihre Anwendbarkeit  im Coaching modifiziert. 

Kosten

Diese lehnen sich an die GOÄ (Gebührenordnung für Ärzte) Faktor 2,3 an.

Literaturempfehlung (siehe auch Paar-und Sexualtherapie)

  • Bateson, Gregory/Ruesch, Jürgen: Kommunikation. Die soziale Matrix der Psychiatrie. Heidelberg: Carl Auer Systeme Verlag 1995, ISBN 3-927809-40-3
  • Buchholz, Michael B.: Die unbewußte Familie. Lehrbuch der psychoanalytischen Familientherapie. Klett Cotta, München 1995, ISBN 978-3-608-89645-9.
  • Boszormenyi-Nagy,I/ M. Spark: Unsichtbare Bindungen. Die Dynamik familiärer Systeme. Klett-Cotta, Stuttgart 1981, ISBN 3-608-91297-5..
  • Glaserfeld von, Ernst Foerster, von, Heinz:  Wie wir uns erfinden. Eine Autobiographie des radikalen Konstruktivismus; Heidelberg: Carl Auer, 1999, 20049; ISBN 3-89670-116-9
  • Goolishian, Harold A., Anderson Harlene:  Therapie als ein System in Sprache: Geschichten erzählen und Nicht-Wissen in Therapien. Systeme 6. 1992, 15–21
  • Goolishian, Harold A., Anderson: Der Klient ist Experte: Ein therapeutischer Ansatz des Nicht-Wissens. Z. für systemische Therapie 10. 1992, 176–189
  • Foerster, von, Heinz: KybernEthik. Merve Verlag, Berlin 1993, ISBN 3883961116.
  • Foerster, von, Heinz: Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners. Gespräche für Skeptiker. Heidelberg 1998, ISBN 978-3896702142 (8. Auflage: April 2008; gemeinsam mit Bernhard Pörksen).
  • Fromm, Erich: Die Kunst des Liebens. (1956) 60. Auflage, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-548-36784-4.
  • Goldenberg, Herbert und Irene et al.: Family Therapy: An Overview. Thomson Brooks, Belmont 2008, ISBN 978-0-495-09759-4.
  • Hansen, Hartwig:  A bis Z der Interventionen in der Paar- und Familientherapie. 3. Auflage. Klett Cotta,Stuttgart 2012, ISBN 978-3-608-89037-2.
  • Moeller, Michael Lukas: Die Liebe ist das Kind der Freiheit, 2010
  • Petzold, Ernst Richard, Hans Henning Studt (Hrsg.): Psychotherapeutische Medizin. Psychoanalyse, Psychosomatik – Psychotherapie. Ein Leitfaden für Klinik und Praxis. De Gruyter, Berlin 1999, ISBN 978-3-11-014498-7 (Kapitel 4.7: Familientherapie, S. 328 ff.; Kapitel 4.8: Familientherapie bei Kindern und Jugendlichen, S. 332 
  • Stierlin, Helm: Delegation und Familie. Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 1982, ISBN 3-518-37331-5
  • Watzlawick Paul, Janet H. Beavin, Don D. Jackson: Menschliche Kommunikation – Formen, Störungen, Paradoxien. Huber, Bern 1969 (12. unveränd. Aufl. 2011), ISBN 3456834578.
  • Weakland, John, Watzlawick Paul, Interaktion, Bern 1977, 1980
  • Wirsching, Michael, Scheib, Peter (Hrsg.): Paar- und Familientherapie. Springer, Berlin 2002, ISBN 978-3-540-41857-3 (Kapitel 1: Von der Familientherapie zur systemischen Perspektive, S. 7 ff.; Kapitel 6.1: Die Entwicklung familientherapeutischer Konzepte im deutschsprachigen Raum, S. 79 ff.;
  • Wirsching, Michael : Paar- und Familientherapie: Grundlagen, Methoden, Ziele. C.H. Beck, München 2005, ISBN 3-406-50861-8.

Mediation

Was ist Mediation ?

Mediation ist ein Vorgehen, in dem Problem mit Hilfe eines Dritten autonom gelöst werden.

In der Mediation finden die Partner oder Beteiligte kooperativ Ergebnisse, die auf ihre eigenen Vorstellungen widerspiegeln und in der die Interessen aller Beteiligten Bedeutung haben. Die Betroffenen entscheiden  selbst zusammen mit dem Berater, anstatt sie anderen (z.B. Anwälten) zu überlassen.

Dabei entscheiden die Beteiligten, über welche Themen sie sprechen wollen. Normalerweise werden juristische Verfahren während einer  Mediation  unterbrochen, Auch Verjährungsfristen sollten während einer Mediation verlängert werden.

Erklärung der Beratungsmethode 

  • Bei der Mediation wie der  systemischen Beratung geht es darum, Vernetzungen des Menschen mit seinem Umfeld regelkreiskonform und sich ergänzend zu betrachten. Diese sog. kybernetische Sichtweise ermöglicht, soziale Störungen als Folge kommunikativer Probleme zu erfassen. 
  • Die Übergänge von Harmonie zu Störungen sind in einem lebenden System wie die Übergänge von Gesundheit zur  Krankheit fließend. Durch eine Entzündung werden wir z.B. krank und gleichzeitig gesund, weil durch jene Bakterien oder Viren abgewehrt werden können. Durch eine Meinungsverschiedenheit in der Familie leiden wir vielleicht. Gleichzeitig zwingt sie uns, miteinander zu reden, um Ergebnisse im gemeinsamen Umgang oder in der Sache zu erzielen. 
  • Wirklich „Probleme“ hat ein duales, familiäres oder soziales System erst, wenn seine Selbstregulation versagt, bzw. Reizüberflutung oder Reizarmut überwiegen. Eine Überflutung durch Reize oder ein Mangel an solchen führt zu einer  Imbalance von Stress und Ruhe. Das System zeigt Fehlreaktionen oder funktioniert nicht.
  • Die systemische Beratung bewirkt einen Erkenntnisprozess, der (selbstorganisatorisch) zur Reflexion, Interaktion und zum Erfolg führt.
  • Gezielte oder auch wenige ungezielte Impulse (Informationen, Anregungen) können auf diese Weise einen Menschen bzw. sein Umfeld aktivieren. Sie ermöglichen eine ausgeglichene Beziehung. Es entwickelt sich Stabilität und Stressresistenz.
  • Durch systemische Beratung erfolgt ein Einfluss auf die Beteiligten (Selbstvertrauen z. B.), ebenso ein Einfluss auf eine Gruppe (Stärkung des sozialen Zusammenhalts z.B.).  Der einzelne und die Gruppe sind dabei zwei Seiten derselben Medaille.
  • In psychologischen Sinne ist systemische Beratung Impuls (angewandte Kybernetik), Zusammenwirken (Synergetik), Selbstregulation und Entwicklung individueller Widerstandsfähigkeit (Resilienz) (siehe erich-burrer.de  und sigma-akademie.de).

Durch Mediation und  Beratung wird angestrebt, ein Zusammenwirken (Synergie) einer einzelnen Person und ihrer Umgebung zu bewirken.

  • Dies gelingt durch Aktivierung kommunizierender Prozesse (z. B. Organisation und Kommunikationsstil einer Gruppe, Familie oder  eines Paares)
  • Es gelingt nicht  bei 
  • ein Gleichgewicht  mentaler Prozesse (z.B. familiärer Zusammenhalt oder Divergenz, gemeinsame oder divergente Ziele, Kreativität, Ethik, Vernunft)
  • Fehlendes Gleichgewicht entsteht bei divergente. Zielen,  emotionalen gegenläufigen Bestrebungen (z. B. Aktivität versus Passivität) und  fehlender gemeinsamer Interessen 
  • ein Beachten  emotionaler Prozesse (z. B. Spontanität, Aggression, Herzlichkeit, Frustration,  gegenseitige Bestätigung /Missbilligung , Ablehnug / Zuwendung)
  • Ein Beispiel für positiv wirkende  Synergien ist z. B. eine Familie, die in einem schönen Gebirgsort lebt und arbeitet. In ihrem Umfeld können theoretisch fruchtbare Synergien der Bereiche, Arbeitsplatz, Gemeinde, Freundeskreis, Familie und Ökologie stattfinden. Hinzu kommt vielleicht noch das Interesse Einzelner für gesunde Ernährung und Sport, das synergetisch und damit harmonisierend auf die Beteiligten wirkt
  • Ein Beispiel für  negativ wirkender Synergien ist das Verhalten von Gruppenmitgliedern, die sich in ihrem Pessimus anstecken und erst kolludieren, bis sie kollidieren.

Wir bieten:

  1. Mediation bei Trennung und Scheidung
    Zum Beispiel können folgende Fragen in der Mediation geklärt werden:
    Wo werden die Kinder nach der Trennung wohnen? Wer kümmert sich um die Kinder? Wann kann ich meine Kinder sehen? Wer bleibt im Haus, wer zieht aus? Wie sollen wir unser Vermögen/ unsere Schulden aufteilen? Wieviel Unterhalt bekomme ich? Wieviel Unterhalt muss ich an meine Familie bezahlen? Wie wollen wir in Zukunft die „Elternaufgaben“ aufteilen? Wie können wir weiterhin auf Elternebene gut miteinander umgehen, auch wenn wir kein Paar mehr sind?
  2. Mediation bei Familienkonflikten (über alle Generationen hinweg)
    Hier geht es um Familienstreitigkeiten mit den Eltern, mit Großeltern und heranwachsenden Kindern. Es kann auch um Konflikte in Adoptiv- und Pflegefamilien gehen und um Streitigkeiten in Patchworkfamilien. In der Mediation geht es hier vor allem um Verhandlungen innerhalb der Familie, bei denen am Ende einvernehmliche Verein-barungen erzielt werden sollen, die das Zusammenleben aller Beteiligten regeln und erleichtern.
  3. Mediation bei Nachbarschaftsstreitigkeiten
    Bei Streitigkeiten mit Nachbarn geht es oft um Belästigung durch Lärm, Gerüche, unterschiedliche Vorstellungen bezüglich der Hausordnung, um Pflanzen, die über die Grundstücksgrenze hinauswachsen und um die Bezahlung der Miet – und Nebenkosten. Wenn die Nachbarn bereit sind, sich gemeinsam an einen Tisch zu setzen, kann Mediation die nachbarschaftlichen Beziehungen deutlich verbessern. Es geht oft auch darum, Gewalt und jahrelange Gerichtsprozesse unter Nachbarn zu beenden und die Lebensqualität aller Beteiligten wieder zu erhöhen.
    Empfohlen wird zu Beginn einer Nachbarschaftsmediation, dass die Beteiligten erst einmal alleine zum Mediator kommen, um ihre Themen, über die verhandelt werden soll, darzulegen. Dann erst werden in einem weiteren Termin die Parteien zusammengeführt. Am Ende der Mediation entsteht im Idealfall eine einvernehmliche, schriftliche Vereinbarung, die weitere Gerichtsverfahren unnötig macht.

Vorbedingung für eine Mediation

Die Betroffenen müssen bereit sein, sich gemeinsam an einen Tisch zu setzen und im  Sinne der Fairness Absprachen zu treffen und Modelle für ein gemeinsames Miteinander zu entwickeln.

Ablauf einer Mediation

Eine Mediationssitzung dauert in der Regel 1,5 Stunden. Zu Beginn der Mediation wird ein Mediations-vertrag geschlossen, der das Verhalten aller Beteiligten während des Mediationsverfahrens regelt.

Nach jeder Sitzung erhalten alle Beteiligten ein Ergebnisprotokoll.

Die Ergebnisse der Mediation werden in der Regel in einer schriftlichen, rechtsverbindlichen Vereinbarung zusammengefaßt, die dann juristisch geprüft und notariell beurkundet werden kann. Diese Abschlußvereinbarung beruht auf den Fairness und Gerechtigkeitsvorstellungen aller Beteiligten.

Die Anzahl der Sitzungen hängt von den jeweiligen Konstellationen, Fragestellungen und Bearbeitungswünschen ab. In der Regel sind für eine Scheidungsmediation ca. 5 – 10 Sitzungen notwendig, für die Klärung von Familien – und Nachbarschaftsstreitigkeiten deutlich weniger.

Kosten

Die Kosten für eine Mediation richten sich nach dem Familieneinkommen und werden zu Beginn der Mediation vereinbart.

Vom Gericht empfohlene Mediation nach § 135 FamFG

Das Informationsgespräch für Paare, denen vom Gericht eine Mediation nach § 135 FamFG empfohlen wurde, ist kostenlos und dauert ca. 30 Minuten. In diesem Gespräch geht es vor allem darum, Ihre Fragen zum Mediationsverfahren zu beantworten und Sie darüber zu informieren, welche Alternative die Mediation zum Gerichtsverfahren bietet.

Kostenübernahme durch Rechtsschutzversicherungen

Bereits vor Beginn der Mediation sollten Sie prüfen, ob Ihre Rechtsschutzversicherung die Kosten der Mediation bei Prof. Burrer übernimmt.

Übrigens:
Sie gehen keine Risiken mit dem Beginn einer Mediation ein, denn: Mediation ist ein freiwilliges Verfahren und kann von jedem Beteiligten immer beendet werden.

Beratungsstellen

  • Privatinum Pforzheim, Wilhelmshöhe 1, D- 75433 Maulbronn 
  • Privatinum  VS, Am Waldrain 4, D-78073 Bad Dürrheim (VS)
  • Privatinum Dr. Burrer Freiburg,  Reinhold Schneider Str 18 D-79194 Gundelfingen

Gruppenangebote

Männer unter sich
Ein Angebot zum Erfahrungsaustausch und zur Reflexion
meine Rolle als Mann, meine Selbstwahrnehmung und Selbstakzeptanz
meine Partnerschaft/Familie, meine Vaterschaft, meine Sexualität
meine Stärken. meine Gefühle

Kosten: 300,- €, Termine nach Anmeldung:
Seminarzeiten: Dienstags 18:30 – 20:00 Uhr
Veranstaltungsort: Hammerbühlstraße 5, Bad Dürrheim c/o Klinik Limberger und c/o Kurstift Am Salinensee 4, Bad Dürrheim

Wir bitten um eine Anmeldung unter 07726 939-5942 oder info@privatinum.de Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Nach Ihrer Anmeldung laden wir Sie zu einem Gespräch ein.

Coaching

Unterstützung beim Entwickeln eigener Lösungen siehe auch
www.penta-akademie.de

Der Begriff Coaching wird als Sammelbegriff für medizinische Beratungsmethoden (, verwendet. Im Unterschied zur klassischen Beratung werden keine direkten Lösungsvorschläge durch den Coach geliefert, sondern die Entwicklung eigener Lösungen wird begleitet. Coaching bezeichnet strukturierte Gespräche zwischen einem Coach und einem Klienten  Die Ziele dieser Gespräche reichen von der Einschätzung und Entwicklung eigener medizinischer Kompetenzen über Anregungen bis hin zur Überwindung von inneren Konflikten. Dabei fungiert der Coach als neutraler, kritischer Gesprächspartner und verwendet je nach Ziel Methoden aus dem Spektrum der Psychotherapie.

Abgrenzung zur Psychotherapie

Die Psychotherapie hat sich nach im Laufe der letzten  50 Jahre aus eine Isolation gelöst und zunehmend zu einer wissenschaftlich begründeten Heilbehandlung entwickelt [E. W. Burrer, Psychotherapie in einer Akutklinik (1974)] Einige Erkenntnisse und Methoden konnten sowohl in der Psychotherapie als auch beim Coaching eine Wirkung im Sinne eines Erfolges nachweisen (siehe auch Psychotherapieforschung).  Zu diesen so genannten Wirkfaktoren gehören:

Ressourcenaktivierung: 

Der Therapeut oder Berater verdeutlicht dem Klienten seine positiven Möglichkeiten, Eigenheiten, Fähigkeiten und Motivationen, damit sich dieser seiner Stärken bewusst wird.

Problemaktualisierung: die Gesprächsführung wird so gestaltet, dass der Klient z. B. problematische oder belastende Erfahrungen und Emotionen in der Sitzung erneut erlebt. Diese fasst der Coach (oder examinierter Psychologe/ Psychotherapeut) in Worte und macht sie damit „greifbar“ und lösbar.

Unterstützung bei der aktiven Problembewältigung

Hier macht der Klient zunächst im Gespräch die Erfahrung, dass er anstehende Herausforderungen oder Probleme aus eigener Kraft bewältigen kann, die ihm als nicht lösbar erschienen sind. Anschließend kann und soll er Problemlösungen mit steigendem Schwierigkeitsgrad eigenständig in der Praxis ausprobieren.

Motivationale Klärung

Dabei hilft der  Coach dem Klienten, seine bewussten oder unbewussten Motive, Ziele und Werte klarer zu sehen. Dies fördert das Verständnis dafür, warum der Patient sich so verhält und so empfindet und nicht anders.

Die Abgrenzung 

zwischen Psychotherapie und Coaching ist, dass beim Coaching ausschließlich systemisch beraten wird und keinerlei  Interpretationen in neurosenpsychologischer Hinsicht erfolgen.

Für die Psychotherapie ist dagegen eine gezielte Veränderungsarbeit an emotionalen  Problemen mit 10 bis 60 Stunden charakteristisch.

Sowohl in der Psychotherapie als auch beim Coaching ist für den Erfolg das persönliche Verhältnis unseren Beratern und dem Klient wichtig. Es sollte den Prinzipien des Vertrauens, der Wertschätzung, Authentizität, Empathie, Fürsorge, und des Interesses getragen sein. Komplimente sind falsch, weil sie den Charakter der Neutralität und damit der Objektivität untergraben.

Die Wirkfaktoren (einschließlich der wertschätzende. Beziehung) sind in der Psychotherapie, im Coaching und bei anderen Beratungs- und Trainingsmethoden grundsätzlich gleich. 

Entscheidend ist die Frage, ob ein Coach mit diesen Wirkfaktoren umgehen kann (psychologisch wirklich ausgebildet ist – mit universitärem Studium oder mit psychotherapeutischer Facharztausbildung – ) und die notwendigen analytischen und systemischen Kenntnisse beherrscht. Eine professionelle Wahrnehmung im Hinblick auf problematisches eigenes Verhalten ist manchmal schwierig. Aus diesem Grund empfiehlt Klaas-Hinrich Lammers, in bestimmten Siruationen auch einen Arzt für Psychotherapie zu konsultieren. Im Falle des Business- oder Executive-Coaching steht nämlich ausschließlich die Entwicklung von Managementkompetenzen mit den entsprechenden Besonderheiten im Vordergrund (siehe Abschnitt „Coaching im Management“).

Grundsätzliches zur Wirksamkeit des Coaching

Künzli (2005) untersucht 22 empirische Studien und findet Wirkungen wie zum Beispiel emotionale Entlastung, Stressabbau, Perspektivenwechsel und Selbstreflexionsfähigkeit. Als Schlüsselgrößen für positive Ergebnisse gelten das Vertrauensverhältnis zwischen Coach und Klient und das Engagement des Klienten.

Wie funktioniert ein Coaching-Gespräch?

Coaching-Gespräche können sehr unterschiedlich gestaltet sein. Es lassen sich sowohl in der Psychotherapie als auch im Management einige gemeinsame Merkmale und Ziele identifizieren. Das Hauptanliegen besteht darin, den „Klienten“ durch Feedback, Training und Beratung in die Lage zu versetzen, sich selbst zu organisieren (Prinzip Selbststeuerung oder Selbstregulation). 

Das umfasst die Schritte der autonomen Zielsetzung, der selbstständigen Planung und Organisation bis hin zur Selbstkontrolle (Ergebnis- und Fortschrittskontrolle) im Hinblick auf die Umsetzung der selbst gesetzten Ziele (Umsetzungskompetenz). Es beruht auf dem Konzept der Kybernetik, die Erich W. Burrer in der Psychotherapie [Kybernetik in der Medizin] Frederick Kanfer im Coaching zum Selbstmanagement weiterentwickelt hat.

Coaching im medizinischen Bereich

Ein Beispiel aus dem medizinischen Bereich betrifft Patienten mit koronarer Herzerkrankung. Ziel der randomisierten kontrollierten Studie mit 245 Patienten war es, herauszufinden, ob das Coaching von Patienten geeignet ist, ein bestimmtes Cholesterin-Niveau zu erreichen. Ergebnis: Das Coaching hat dazu beigetragen, die Lücke zwischen der empfohlenen und der tatsächlichen Therapie zu schließen. Dazu die Autoren: „Die Wirksamkeit des Coaching-Eingriffs lässt sich am besten durch die Einhaltung der medikamentösen Therapie und die Ernährungsempfehlungen erklären.“ Mit dem Coaching wurden die Patienten trainiert, mehr Eigenverantwortung für die Umsetzung der Therapieziele zu übernehmen. Der Coach war ein Experte für die Behandlung von Patienten mit koronarer Herzerkrankung. Das Coaching erfolgte telefonisch. Dabei wurde von den Patienten erwartet, dass sie ihre Cholesterinwerte kennen und regelmäßig einen Soll-Ist-Vergleich durchführen. Ferner wurde überprüft, ob sie die Einflussfaktoren auf ihre Cholesterinwerte kennen und wissen, wann sie ihren Arzt konsultieren sollen. Aus diesem Fall leiten die Autoren einen Coaching-iZyklus ab. Dieser besteht aus fünf Schritten, die wiederholt werden:

  1. Fragen stellen und dabei prüfen, ob der Patient das nötige Wissen, die Einstellung und Motivation hat.
  2. Erklärung der Zusammenhänge (Ursachen und Wirkungen), die zur Problemlösung notwendig sind.
  3. Stärkung des Selbstvertrauens des Patienten zur besseren Kommunikation mit dem Arzt.
  4. Klare Zielsetzung (Zielvereinbarung).
  5. Neubewertung der Ziele und Maßnahmen bei der nächsten Sitzung.

Mit diesem Coaching-Ansatz wird die Willenskraft der Klienten trainiert. 

Ähnliche Beispiele gibt es aus der Schmerztherapie  (www.privatinum.de) und aus zahlreichen anderen Indikationen. Entscheidend für den Behandlungserfolg ist also nicht nur die problemspezifische Vorgehensweise (Coaching-Zyklus), sondern vor allem das Fachwissen über die Behandlung von Erkrankungen und wie man die Willenskraft von Patienten steigern kann.

Coaching im Management

(siehe  www.penta-akademie.de )

Wie funktioniert ein Coaching-Gespräch?

Unsere Coaching-Gespräche werde unterschiedlich gestaltet. Es lassen sich aber  immer, ob psychologisch oder systemisch gemeinsame Merkmale und Ziele identifizieren. 

Unser  Hauptanliegen besteht darin, den „Klienten“ durch Feedback, Impulse in die Lage zu versetzen, sich selbst zu organisieren (Prinzip der Selbstregulierung und  der Selbstorganisation )

Unsere Coaching-Gespräche  beruhen  wie die systemische Beratung und – Therapie somit  auf dem Prinzipien der Kybernetik.

Kosten

  • Kosten für eine Einzelsitzung  beträgt Euro 150.- (50‘). 
  • Kosten für eine Einzelsitzung nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) : 2,7 facher Satz
  • Kosten für eine Gruppensitzung 100 Minuten Euro 45. 

Kontakt:
IKOS Institut
Am Waldrain 4
D-78073 Bad Dürrheim
Fon +49(0) 7726 /939-5942
Fax: /939-3852, info@gipgmbh.de